Wer eine App entwickeln lassen will, muss mit Kosten rechnen, die meist den größten Posten im Digitalbudget eines Unternehmens bilden — und die größte Unbekannte. Sie haben sicher schon Angebote wie „App ab 1.150 €" neben Kostenschätzungen im sechsstelligen Bereich gesehen. Beides kann zutreffen, denn „App" bedeutet alles und nichts. Zerlegen wir das in seine Bestandteile.
Euro-Beträge umgerechnet zum NBP-Mittelkurs vom 14.09.2026 (1 € = 4,3391 zł) und gerundet. Die Abrechnung erfolgt in PLN.
Was kaufen Sie eigentlich?
Eine mobile App besteht aus mindestens drei Teilen: der App auf dem Telefon (das, was der Nutzer sieht), dem Backend (Server, Datenbank, Logik — unsichtbar, macht aber meist die Hälfte der Kosten aus) und dem Administrationspanel, in dem Sie Inhalte und Nutzer verwalten. Dazu kommt die Veröffentlichung im App Store und bei Google Play mit den jeweiligen Anforderungen.
Cross-Platform oder nativ?
Für die meisten Unternehmen lautet die Antwort 2026: Cross-Platform (React Native oder Flutter). Ein Code läuft auf iOS und Android, was die Kosten für Entwicklung und Wartung um 30–40 % gegenüber zwei separaten nativen Apps senkt. Natives Swift/Kotlin wählt man heute vor allem bei Spielen, bei Apps mit intensiver Hardwarenutzung (Kamera, Sensoren, AR) und bei Produkten mit extremen Performanceanforderungen.
App programmieren lassen: Preis und realistische Preisspannen
Bei marktüblichen Stundensätzen (bei uns: Programmierung 46 €/h, Design 35 €/h netto) sieht das so aus:
140–360 Stunden: Kernfunktion, einfaches Backend, Veröffentlichung in den Stores. Ziel: die Idee mit echten Nutzern überprüfen.
Nutzerkonten, Zahlungen, Push-Benachrichtigungen, Administrationspanel, Analytik.
Viele Module, Schnittstellen zu externen Systemen, komplexe Logik, hohe Skalierung.
Woran Sie bei der Budgetplanung denken sollten
- Die Wartung kostet 15–25 % der Entwicklungskosten pro Jahr — Systemaktualisierungen, Fehlerbehebungen, kleinere Weiterentwicklungen. Eine App ohne Betreuung „geht kaputt", sobald ein großes iOS- oder Android-Update erscheint.
- Entwicklerkonten: Apple 99 USD/Jahr, Google 25 USD einmalig.
- Server: von wenigen zehn bis zu einigen Hundert Euro monatlich, je nach Nutzerzahl.
Wie senken Sie die Kosten der ersten Version?
Beginnen Sie mit einem MVP. Wählen Sie die eine Funktion, für die Nutzer wirklich kommen, und bauen Sie sie sauber. Die „nice to have"-Liste bleibt für Version 2.0 — finanziert wird sie vom funktionierenden Produkt. Das ist kein Qualitätskompromiss, sondern die Strategie, mit der praktisch alle bekannten Apps gestartet sind.