Blog · Kostenschätzungen

ERP-System für kleine Unternehmen: Standard oder individuell – und was es kostet

29. Oktober 2026 · CodePort · 15 Min. Lesezeit

Ein ERP-System für kleine Unternehmen kaufen Sie am besten als Standardlösung (im Abonnement, als Subskription oder im Lizenzmodell) und lassen ein eigenes System nur für den Teil der Arbeit entwickeln, den das fertige Programm nicht ohne Behelfslösungen und nebenher geführte Tabellen abdeckt. Laut den offiziellen Preislisten kostet das Modul Podstawowy (Basismodul) von Comarch ERP Optima 14 € netto pro Monat und Arbeitsplatz (mit einem Limit von 20 Verkaufsbelegen pro Monat), Symfonia ERP w Chmurze (Cloud-Version) 110 € netto pro Monat und Nutzer. Hinzu kommen weitere Module, die Anbindung an das KSeF, das polnische E-Rechnungssystem, sowie die Einführung, deren Preis Sie in der Regel mit dem Implementierungspartner vereinbaren, also mit dem Unternehmen, das das jeweilige System verkauft und einführt.

Euro-Beträge umgerechnet zum NBP-Mittelkurs vom 14.09.2026 (1 € = 4,3391 zł) und gerundet. Die Abrechnung erfolgt in PLN.

Bei einem individuell entwickelten ERP-System zahlen Sie weder pro Nutzer noch für Lizenzen, sondern für die Entwicklung, die nach Stunden berechnet und in Etappen abgerechnet wird, danach für den Server und, wenn Sie möchten, für die Betreuung. Bei CodePort kostet eine einfache Anwendung oder ein Panel (Benutzerkonten, Basismodule, Administrationsbereich) ca. 4.150–10.400 € netto, ein umfangreiches System mit Schnittstellen zu ERP und CRM ab ca. 23.000 € netto. Es gibt auch einen dritten Weg, den ein kleines Unternehmen zuerst prüfen sollte: beim Standard-ERP bleiben und die fehlenden Schnittstellen ergänzen. In einem Beispiel, das wir anhand der Stunden aus unserem Kostenrechner berechnet haben (ERP, Onlineshop und Allegro – der größte Online-Marktplatz Polens – mit Synchronisation in beide Richtungen und Fehlerbenachrichtigungen), kostet das 2.900–7.350 € netto. Die Anbindung an das KSeF, die nötig ist, wenn Rechnungen außerhalb des ERP entstehen, ist im Kostenrechner eine eigene Position: 1.100–2.750 € netto, die zum Integrationsprojekt hinzugerechnet wird; wählen Sie nur diese Position, rechnet der Kostenrechner 12–24 Stunden für Architektur, Logging und Deployment des Projekts hinzu und zeigt insgesamt ca. 1.600–3.900 € netto an.

Die Preise der Hersteller haben wir am 26. Oktober 2026 auf deren offiziellen Websites geprüft.

Braucht ein kleines Unternehmen ein ERP-System, oder genügt ein Rechnungsprogramm?

ERP ist ein einziges System mit einer gemeinsamen Datenbank für Vertrieb, Lager, Einkauf und Finanzen, oft auch für Personal und Lohnabrechnung. Es lohnt sich, wenn diese Bereiche mit denselben Belegen arbeiten und heute jemand Daten von einem Programm ins andere abtippt.

Wenn ein Unternehmen vor allem Rechnungen ausstellt und die Buchhaltung ein externes Buchhaltungsbüro führt, genügt in der Regel ein Rechnungsprogramm oder eine Online-Buchhaltung. Symfonia selbst schreibt, dass einfache fertige Systeme für Rechnungsstellung, Buchhaltung und grundlegende Lagerverwaltung als Subskription einige hundert Złoty im Jahr kosten können. Ein vollständiges ERP ist sinnvoll, wenn ein Lager, mehrere Vertriebskanäle und mehrere Personen hinzukommen, die mit denselben Beständen und Belegen arbeiten.

Was kostet ein Standard-ERP-System für kleine Unternehmen?

Für ein Standard-ERP zahlen Sie in der Regel monatlich oder jährlich im Voraus einen festen Betrag pro Arbeitsplatz oder Nutzer (die Hersteller nennen das Subskription oder Abonnement). Die zweite Möglichkeit ist der Kauf einer Lizenz mit einer jährlichen Gebühr für Updates – bei InsERT heißt diese Gebühr „Abonament“ (Abonnement). In der Tabelle vergleichen wir ERP-Systeme für kleine Unternehmen; die Zahlungsmodelle nennen wir so, wie die Hersteller sie bezeichnen:

System Wie Sie zahlen Preis laut Preisliste des Herstellers KSeF laut Hersteller
Comarch ERP Optima (lokale Installation bei Ihnen) Subskription pro Arbeitsplatz und Modul Modul Podstawowy 14 € netto/Monat (bis zu 20 Verkaufsbelege pro Monat), weitere Module separat, z. B. Logistyka Basic 17 € netto/Monat separate Subskription: 3–140 € netto/Monat, je nach jährlichem Belegkontingent
Comarch ERP Optima w Chmurze monatliches Abonnement Paket START Firma (Handel Plus, Kasa/Bank Plus, CRM Plus) 38 € netto/Monat; das Paket ist nur beim Erstkauf von Optima erhältlich wie oben
Symfonia ERP w Chmurze Abonnement pro Nutzer 110 € netto/Monat (Finanzen und Buchhaltung, Handel, Anlagevermögen, R2Płatnik, Smart BI) Symfonia KSeF Plus, z. B. Basic 160 € netto pro Jahr für bis zu 2.000 Vorgänge
enova365 Lizenz oder Abonnement, über einen Partner keine öffentliche Preisliste; für Unternehmen, die seit höchstens 12 Monaten am Markt tätig sind, Paket Nowa Firma (Lizenzen Faktury, Księga Podatkowa und Kadry Płace – Rechnungen, Steuerbuch, Personal und Lohn –, je ein Arbeitsplatz) für 460 € statt 910 €, ohne Angabe, ob netto oder brutto; gilt nicht für die Lizenzmiete keine zusätzlichen Gebühren für das Senden und Empfangen von Rechnungen
InsERT Subiekt nexo PRO (Verkaufsprogramm) Lizenz und jährliches Abonnement Abonnement 170 € netto pro Jahr für bis zu 3 Arbeitsplätze; den Lizenzpreis finden Sie in der aktuellen InsERT-Preisliste Abonnement und InsPunkte: 1 für das Senden, 1 für das Abrufen einer Rechnung
Odoo Abonnement pro Nutzer Tarif Standard 11,90 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, Rabattpreis (Rabatt gilt 12 Monate); ohne Rabatt 14,90 € KSeF-Modul in der Dokumentation von Odoo 19.0 für die polnische Lokalisierung beschrieben (Anpassungen an polnische Vorschriften und Sprache)
Microsoft Dynamics 365 Business Central Abonnement pro Nutzer, über einen Partner Essentials 69,30 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, ohne Umsatzsteuer die polnische Lokalisierung liefert ein Partner; eine Aussage von Microsoft zu KSeF haben wir nicht gefunden
SAP Business One über einen Partner kein öffentlicher Preis keine Angaben auf der Produktseite

Odoo gibt nicht an, ob seine Preise die Umsatzsteuer enthalten. Comarch und InsERT weisen darauf hin, dass ihre Preislisten kein Angebot im Sinne des polnischen Zivilgesetzbuchs (Kodeks cywilny) sind, und Microsoft bezeichnet seine Preise als rein informativ; den verbindlichen Preis erfahren Sie bei diesen Anbietern also erst aus dem Angebot.

Was die Kosten außerdem beeinflusst

Wie Symfonia selbst betont, bestehen die Kosten eines ERP nicht nur aus dem Preis der Software. Prüfen Sie:

  • Die Einführung. Von den Systemen in der Tabelle veröffentlicht nur Odoo Preise für die Einführung: Die Pakete für Neukunden kosten von 280 € für 4 Beraterstunden bis 9.180 € für 200 Stunden. Odoo weist außerdem darauf hin, dass die Einführung nicht im Abonnement enthalten ist.
  • Wie Personen gezählt werden. Comarch ERP Optima zählt Arbeitsplätze, also die maximale Zahl der Personen, die gleichzeitig in einem Modul arbeiten; Symfonia ERP w Chmurze und Odoo zählen Nutzer. Im Abonnement von Subiekt nexo PRO kostet jeder weitere Arbeitsplatz ab dem vierten zusätzlich 17 € netto pro Jahr.
  • Den Preis nach Ablauf der Aktion. Der Odoo-Rabatt gilt 12 Monate, und die Pakete von Optima w Chmurze sind nur beim Erstkauf von Optima erhältlich. Rechnen Sie die Kosten mit den Preisen, die im zweiten und dritten Jahr gelten.
  • Die KSeF-Gebühren. Comarch macht den Preis der Subskription Comarch KSeF von der jährlichen Zahl der Belege abhängig (bis 200 pro Jahr – 3 € netto pro Monat). Der kostenlose Zeitraum für die Kommunikation mit dem KSeF für Kunden mit der Subskriptionsversion des ERP und für Neukunden endet am 31. Dezember 2026; rechnen Sie für die Folgejahre daher mit dem vollen Preis der KSeF-Subskription. Das InsERT-Abonnement enthält 100 InsPunkte (1 InsPunkt entspricht dem Senden oder Abrufen einer Rechnung), ein Paket mit 500 InsPunkten kostet 46 € netto. Die Pakete von Symfonia KSeF Plus unterscheiden sich im Vorgangslimit und ab dem 1. Januar 2027 auch im Funktionsumfang.

Wie Sie die Kosten eines Standard-ERP für drei Jahre berechnen

(monatlicher Preis pro Arbeitsplatz oder Nutzer × Anzahl der Arbeitsplätze oder Nutzer + monatlicher Preis der Zusatzmodule) × 36 Monate + KSeF für drei Jahre + Einführung und Schulungen + Schnittstellen = Kosten eines Standard-ERP für drei Jahre

Wenn der Hersteller einen Jahrespreis angibt (z. B. das InsERT-Abonnement oder Symfonia KSeF Plus), multiplizieren Sie ihn mit 3, nicht mit 36. Eine einmalige Lizenz (z. B. Subiekt nexo PRO) rechnen Sie einmal hinzu.

Beispiel (nur Softwarekosten): Symfonia ERP w Chmurze für drei Nutzer über 36 Monate ergibt 3 × 110 € × 36 ≈ 12.200 € netto (Euro-Beträge einzeln umgerechnet und gerundet). Wenn Sie KSeF mit dem Paket Basic von Symfonia KSeF Plus abdecken (160 € netto pro Jahr), kommen für drei Jahre 3 × 160 € = 480 € netto hinzu. Eine ähnliche Formel für CRM haben wir im Artikel Was kostet ein CRM-System aufgeschlüsselt.

Was kostet ein individuell entwickeltes ERP-System?

Ein eigenes ERP-System für ein kleines Unternehmen muss nicht bedeuten, Buchhaltung und Personalwesen von Grund auf neu zu programmieren – und sollte es unserer Meinung nach auch nicht. Meist ist es ein System für den Teil der Arbeit, den das fertige Programm nicht abbildet, verbunden mit dem Buchhaltungsprogramm oder dem ERP.

Unsere Kostenschätzung folgt der Formel Stunden × Stundensatz: Programmierung 46 €/h netto, Design 35 €/h netto. Laut den Preisspannen auf der Seite zu Webanwendungen kostet ein einfaches Panel ca. 4.150–10.400 € netto und entsteht meist in 6–10 Wochen. Eine Plattform mit mehreren Modulen, Schnittstellen, Rollen und Berechtigungen kostet 9.200–23.000 € netto und dauert 2–4 Monate. Ein umfangreiches System mit vielen Rollen, komplexer Logik und Schnittstellen zu ERP und CRM kostet ab ca. 23.000 € netto; ein solches System bauen wir in Etappen auf.

Ein Beispiel aus unserem Kostenrechner (Illustration, kein Angebot): ein browserbasiertes Panel für die Abläufe im Unternehmen, 5–15 Screens, Interface-Design von Grund auf, Konten und Login, Administrationsbereich, Benachrichtigungen, Suche und Anbindung an ein ERP oder ein Lagerprogramm (Subiekt, Comarch, BaseLinker), eine Sprachversion, ohne die Option „Dringend“, die den Preis um 20 % erhöht. Ergebnis: ca. 220–530 Stunden, also 9.700–23.400 € netto und 10–19 Wochen – das ist bereits die Preisspanne einer Plattform, nicht die eines einfachen Panels. Die Stunden der einzelnen Funktionen haben wir im Artikel Was kostet eine Webanwendung aufgeschlüsselt.

Zur Entwicklung kommen hinzu:

  • KSeF, wenn die Rechnungen in diesem System entstehen sollen: Versand 24–60 Stunden (1.100–2.750 € netto), zusammen mit dem Empfang von Eingangsrechnungen 38–100 Stunden (1.750–4.600 € netto). Die Preisspannen enthalten nicht die 12–24 Stunden für Architektur, Logging und Deployment des gesamten Projekts, die hinzugerechnet werden müssen; wie der Kostenrechner diese Positionen berechnet, erläutern wir unten im Abschnitt über Schnittstellen.
  • Betreuung nach dem Launch: Monitoring, Backups, Updates und Weiterentwicklung umfassen in der Regel 5–15 Stunden, also 230–690 € netto pro Monat, zuzüglich Server.

Nach Abnahme aller Etappen und Bezahlung aller Rechnungen gehört das System Ihnen: Wir übertragen die vollständigen Nutzungsrechte an Code und Design, und der Code landet in Ihrem Repository.

Was kostet die Integration von ERP-Systemen mit Onlineshop, Allegro und KSeF?

Der dritte Weg: beim Standard-ERP bleiben und nur die fehlenden Anbindungen ergänzen – an den Onlineshop, einen Marktplatz, das Buchhaltungsprogramm oder das KSeF. Sie zahlen dann nicht für die Entwicklung von Modulen, die der Hersteller bereits anbietet.

Die Integration von ERP-Systemen kalkulieren wir wie jede andere: Stunden × 46 € netto. Der Preis hängt von der Zahl der zu verbindenden Systeme ab, von der Qualität ihrer API-Dokumentation (der Schnittstelle, über die Programme Daten austauschen) und von der Zahl der zu behandelnden Ausnahmen. Die Stunden für die Anbindungen aus unserem Kostenrechner (vollständige Tabelle mit Zusatzleistungen: Was kostet Prozessautomatisierung und Systemintegration):

Anbindung Stunden Kosten netto
ERP oder Lager (Subiekt, Comarch, BaseLinker) 16–44 h 740–2.020 €
Onlineshop (WooCommerce, Shopify, PrestaShop) 10–26 h 460–1.200 €
Allegro oder ein anderer Marktplatz 14–34 h 640–1.560 €
Buchhaltung und Rechnungsstellung 10–26 h 460–1.200 €
KSeF: Anbindung, Versand oder Abruf von Rechnungen 24–60 h 1.100–2.750 €

Die Position KSeF umfasst die Anbindung und den Versand oder Abruf von Rechnungen, ohne deren Zuordnung. Sollen abgerufene Eingangsrechnungen Geschäftspartner und Bestellung zugeordnet und Korrekturrechnungen verarbeitet werden, wählen Sie die Zusatzleistung „KSeF: Empfang von Eingangsrechnungen“ – zusammen mit der Anbindung sind das 38–100 Stunden.

Zu jedem Integrationsprojekt kommt unabhängig von der Zahl der Anbindungen einmalig das Fundament hinzu (Architektur, Logging, Fehlerbehandlung, Deployment): 12–24 Stunden. Hat ein System weder API noch Dokumentation, steigen die Stunden für die Anbindungen um ca. 60 %.

Beispiel (Illustration, kein Angebot): ein Standard-ERP, verbunden mit Onlineshop und Allegro, mit Synchronisation in beide Richtungen und Fehlerbenachrichtigungen, alle Systeme mit API-Dokumentation, ohne die Option „Dringend“:

  • Fundament 12–24 h, ERP 16–44 h, Onlineshop 10–26 h, Allegro 14–34 h,
  • Synchronisation in beide Richtungen 8–24 h, Fehlerbenachrichtigungen 3–8 h,
  • zusammen 63–160 Stunden × 46 € = 2.900–7.350 € netto, ca. 4–8 Wochen Arbeit.

Der Kostenrechner rundet die Beträge auf Vielfache von umgerechnet rund 120 € und die Stunden auf Vielfache von 5; er zeigt daher ca. 2.900–7.350 € netto und 65–160 Stunden an. Ohne API und Dokumentation kostet dieselbe Zusammenstellung ca. 4.050–10.300 € netto.

Eine Bankanbindung gibt es im Kostenrechner nicht als eigene Position. Bevor Sie sie beauftragen, prüfen Sie, was das ERP selbst bietet: Optima w Chmurze hat das Modul Kasa/Bank Plus, und das Paket enova365 Nowa Firma PLUS enthält Elektroniczne Wyciągi Bankowe (elektronische Kontoauszüge). Eine Schnittstelle braucht außerdem Betreuung, weil Anbieter ihre APIs ändern: typischerweise 5–15 Stunden pro Monat.

Wann ist ein individuelles ERP-System sinnvoll – und wann nicht?

Ein eigenes System ist für Buchhaltung, Personal und Lohnabrechnung nicht sinnvoll: Hier arbeiten alle Unternehmen nach denselben Vorschriften, und Gesetzesänderungen setzt im fertigen Programm der Hersteller um. Sinnvoll ist es auch dann nicht, wenn Vertrieb und Lager bei Ihnen so aussehen wie in den meisten Handels- und Dienstleistungsunternehmen: Symfonia ERP w Chmurze gibt eine Bereitstellungszeit von bis zu 2 Tagen an (hinzu kommt die Einführung); die Entwicklung des eigenen Panels aus dem Beispiel oben dauert 10–19 Wochen.

Die Grenze sollte zwischen dem gesetzlich geregelten und dem operativen Teil verlaufen. Buchhaltung, Personal und Lohnabrechnung bleiben im fertigen Programm. Bestellungen, Produktion, Kalkulationen oder den Dokumentenfluss können Sie in ein eigenes System verlagern oder über eine Schnittstelle bzw. Prozessautomatisierung abbilden, wenn sie im Standard-ERP Behelfslösungen und nebenher geführte Tabellenkalkulationen erfordern. Allgemeine Anzeichen dafür, dass ein fertiges Werkzeug nicht mehr ausreicht, haben wir im Artikel No-Code oder individuelle Software beschrieben.

Standard-ERP Standard-ERP + Schnittstellen Eigenes System neben dem Buchhaltungsprogramm
Zum Start Lizenz oder Abonnement + Einführung durch einen Partner Schnittstellen (plus Lizenz oder Abonnement für das ERP, falls Sie es noch nicht haben): im Beispiel 2.900–7.350 € netto, 4–8 Wochen im Beispiel 9.700–23.400 € netto, 10–19 Wochen
Monatlich Abonnement pro Arbeitsplatz oder Nutzer, KSeF laut Preisliste ERP-Abonnement + Betreuung der Schnittstelle Betreuung 230–690 € netto, Server, Buchhaltungsprogramm
KSeF integriert oder kostenpflichtiges Zusatzmodul im ERP; Schnittstelle, wenn Rechnungen im Onlineshop oder in einem Panel entstehen muss entwickelt werden, allein der Versand 1.100–2.750 € netto
Eigentum Programm des Herstellers, Sie haben eine Lizenz oder einen Zugang ERP des Herstellers; die vollständigen Nutzungsrechte an Code und Design der Schnittstelle übertragen wir nach Abnahme aller Etappen und Bezahlung aller Rechnungen die vollständigen Nutzungsrechte an Code und Design übertragen wir nach Abnahme aller Etappen und Bezahlung aller Rechnungen

Wie prüfen Sie, ob ein ERP-System für KSeF bereit ist?

Das Stichwort „KSeF“ in einer Preisliste kann einen sehr unterschiedlichen Funktionsumfang bedeuten. Fragen Sie nach fünf Dingen:

  1. Versand. Erstellt das System die Rechnung in der Struktur FA(3) (das Schema der E-Rechnung, in dem das KSeF Rechnungen annimmt), sendet es sie an das KSeF und speichert es die KSeF-Nummer am Beleg?
  2. Empfang von Eingangsrechnungen. Ruft es sie aus dem KSeF ab, und lassen sie sich Geschäftspartner und Bestellung zuordnen?
  3. Offline-Modus und KSeF-Ausfälle. Stellt das System Rechnungen im Offline24-Modus sowie bei Nichtverfügbarkeit und Ausfall des KSeF aus und überwacht es anschließend die Fristen für deren Versand? Im Offline24-Modus muss die Rechnung spätestens am nächsten Arbeitstag nach dem Tag ihrer Ausstellung an das KSeF gesendet werden, bei bekanntgegebener Nichtverfügbarkeit des KSeF am nächsten Arbeitstag nach deren Ende und bei einem vom polnischen Finanzministerium bekanntgegebenen Ausfall des KSeF innerhalb von 7 Arbeitstagen nach Ende des Ausfalls. Eine Rechnung, die dem Käufer vor dem Versand an das KSeF übergeben wird, trägt zwei QR-Codes; für die Erzeugung des zweiten ist ein KSeF-Zertifikat vom Typ 2 (Offline) erforderlich. Comarch beschreibt zum Beispiel einen Offline-Modus, in dem die E-Rechnung mit QR-Code nach Wiederherstellung der Verbindung an das KSeF übermittelt wird.
  4. Gebühren ab dem 1. Januar 2027. Wie hoch ist das Belegkontingent, und wie viel zahlen Sie nach dem kostenlosen Zeitraum? enova365 gibt an, keine zusätzlichen Gebühren für das Senden und Empfangen von Rechnungen zu erheben.
  5. Alle Vertriebskanäle. Entstehen die Rechnungen nur im ERP? Ein fertiges Modul genügt, wenn Sie Rechnungen in einem ERP ausstellen, das eine integrierte KSeF-Unterstützung hat. Eine Anbindung über API ist nötig, wenn Rechnungen in einem eigenen System, einem Onlineshop oder einem Panel entstehen – Details im Artikel zur KSeF-Integration mit eigenem System, Shop oder ERP.

Fristen: Ab dem 1. Februar 2026 empfängt jedes Unternehmen unabhängig von seiner Größe über das KSeF die Rechnungen, die Geschäftspartner im KSeF ausgestellt haben. Rechnungen im KSeF stellen ab dem 1. Februar 2026 Unternehmen aus, deren Umsatz im Jahr 2024 über 200 Mio. Złoty (inkl. Umsatzsteuer) lag, ab dem 1. April 2026 die übrigen Steuerpflichtigen. Bis zum 31. Dezember 2026 dürfen Rechnungen mit Registrierkassen noch außerhalb des KSeF ausgestellt werden, ebenso andere Rechnungen, sofern der Gesamtwert der Verkäufe inkl. Umsatzsteuer auf den Rechnungen, die ohne diese Ausnahme im KSeF ausgestellt werden müssten, in einem Monat 10.000 Złoty (umgerechnet rund 2.300 €) nicht übersteigt (Rechnungen aus Registrierkassen und Rechnungen an Verbraucher werden auf das Limit nicht angerechnet). Die Rechnung, mit der das Limit überschritten wird, und alle folgenden, auch in den nächsten Monaten, müssen bereits im KSeF ausgestellt werden. Ab dem 1. Januar 2027 entfallen diese Ausnahmen.

Nach geltendem Recht greifen Sanktionen für Fehler im KSeF ab dem 1. Januar 2027. Am 20. Oktober 2026 hat die polnische Regierung einen Gesetzentwurf beschlossen, nach dem die Sanktionsvorschriften am 1. Januar 2028 in Kraft treten sollen, sodass bis Ende 2027 keine Sanktionen verhängt würden. Stand 29. Oktober 2026: Der Entwurf liegt bereits dem Sejm vor (Drucksache Nr. 3245). Am 21. Oktober fand die erste Lesung statt, und der Entwurf wurde an den Ausschuss für öffentliche Finanzen überwiesen; ein Bericht des Ausschusses liegt noch nicht vor, und das Gesetz wurde bislang nicht verabschiedet. Bis die Novelle in Kraft tritt, gelten die bisherigen Vorschriften. Der Entwurf ändert die Fristen der KSeF-Pflicht selbst nicht. Mehr dazu im Artikel über Strafen beim KSeF ab 2027. Wir beraten nicht in Steuerfragen – den Umfang der Pflichten Ihres Unternehmens klären Sie bitte mit Ihrer Buchhaltung.

Was sollten Sie vor der Unterzeichnung eines Vertrags über ein ERP-System prüfen?

Fragen Sie neben dem Preis nach fünf Dingen:

  1. Wer führt das System ein, und wie werden Stunden über das Einführungspaket hinaus abgerechnet? Fragen Sie auch, wie viel Sie im Folgejahr zahlen: für zusätzliche Nutzer, wenn das Team wächst, und für eine Arbeitsstunde des Partners bei Änderungen nach der Einführung.
  2. Anbindungen an Onlineshop, Marktplatz und Bank. Gibt es fertige Konnektoren (sofort verfügbare Verbindungen zu diesen Programmen), und umfasst Ihr Tarif den API-Zugang? In der Odoo-Preisliste ist die externe API beim Tarif „Niestandardowy“ (Custom) aufgeführt (22,90 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, Rabattpreis für 12 Monate; ohne Rabatt 27,90 €), und das Paket enova365 Nowa Firma PRO enthält unter anderem e-Sklep konektor und WebApi.
  3. Datenexport. In welchem Format exportieren Sie Artikel- und Geschäftspartnerstammdaten, Belege und Historie, wenn Sie das System wechseln? Im Vertrag festgehaltene Exportbedingungen schützen vor der Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter.
  4. Wo die Daten gespeichert werden. Comarch ERP Optima w Chmurze läuft im Comarch Data Center in Krakau, bei den Desktop-Paketen Symfonia Finanse i Księgowość liegen Installation, Updates und Serverbetrieb beim Nutzer, also bei Ihrem Unternehmen.
  5. Rechtliche Updates und polnische Version. Das InsERT-Abonnement umfasst unter anderem Updates aufgrund von Gesetzesänderungen. Fragen Sie bei globalen Systemen, wer die polnische Lokalisierung und die KSeF-Unterstützung liefert.

Wie bereiten Sie sich auf die Kostenschätzung für ein ERP-System vor?

Je genauer Sie Ihr Unternehmen beschreiben, desto enger wird die Preisspanne. Bereiten Sie Informationen vor zu:

  • Modulen: Vertrieb, Lager, Einkauf, Produktion, Buchhaltung, Personal – und in welchem Programm jedes davon heute läuft;
  • Nutzern: wie viele Personen im System arbeiten werden und wie viele gleichzeitig;
  • Systemen: Onlineshop, Allegro, Buchhaltungsprogramm, Bank – und ob sie eine API-Dokumentation haben;
  • der Zahl der Rechnungen, die Sie pro Jahr ausstellen und empfangen, denn davon hängen die KSeF-Limits in den Preislisten ab;
  • Daten für die Übernahme: Stammdaten, Lagerbestände, Historie.

Die Kosten einer Schnittstelle oder eines eigenen Panels prüfen Sie im Kostenrechner: Wählen Sie „Systemintegration“ oder „Web-Anwendung“ – die Preisspanne sehen Sie sofort, ohne Angabe Ihrer E-Mail-Adresse. Den Umfang können Sie im Projektbriefing-Assistenten beschreiben; eine detaillierte Kostenschätzung mit Zeitplan erstellen wir nach einem kurzen Gespräch kostenlos in 2–3 Werktagen. Wenn für Ihr Unternehmen ein Standard-ERP ohne Ergänzungen ausreicht, sagen wir Ihnen das offen.

Häufige Fragen

Was kostet ein ERP-System für ein kleines Unternehmen?

Für ein Standardsystem zahlen Sie ein Abonnement oder eine Subskription, oder Sie kaufen eine Lizenz dafür. Laut den offiziellen Preislisten der Hersteller (geprüft am 26. Oktober 2026) kostet das Modul Podstawowy von Comarch ERP Optima 14 € netto pro Monat und Arbeitsplatz, Symfonia ERP w Chmurze 110 € netto pro Monat und Nutzer; hinzu kommen Module, KSeF und die Einführung. Ein eigenes System berechnen wir nach Stunden: Ein einfaches Panel kostet ca. 4.150–10.400 € netto, ein Panel mit mehreren Modulen und ERP-Anbindung im Beispiel aus unserem Kostenrechner ca. 9.700–23.400 € netto.

Ist es besser, ein Standard-ERP zu kaufen oder ein eigenes zu entwickeln?

Buchhaltung, Personal und Lohnabrechnung belassen Sie im fertigen Programm – Gesetzesänderungen setzt dort der Hersteller um. Ein eigenes System ist für den operativen Teil sinnvoll, etwa für Bestellungen, Produktion oder den Dokumentenfluss, wenn das Standard-ERP dabei Behelfslösungen und nebenher geführte Tabellen erfordert. Oft genügt ein Standard-ERP mit einer ergänzten Schnittstelle.

Was kostet die Integration eines ERP mit Onlineshop und Allegro?

Die Anbindung an ein ERP oder Lager umfasst 16–44 Stunden (740–2.050 € netto), an einen Onlineshop 10–26 Stunden (460–1.200 € netto), an Allegro 14–34 Stunden (650–1.550 € netto); für das gesamte Projekt kommen einmalig 12–24 Stunden für das Fundament hinzu (Architektur, Logging, Fehlerbehandlung und Deployment). ERP, Onlineshop und Allegro mit Synchronisation in beide Richtungen und Fehlerbenachrichtigungen ergeben im Beispiel 63–160 Stunden, also 2.900–7.350 € netto. Ohne API und Dokumentation steigen die Stunden für die Anbindungen um ca. 60 %.

Worauf sollten Sie beim Thema KSeF im ERP-System achten?

Prüfen Sie den Versand von Rechnungen in der Struktur FA(3) mit Speicherung der KSeF-Nummer, den Empfang von Eingangsrechnungen, den Offline-Modus und das Verhalten bei einem Ausfall des KSeF sowie die Gebühren nach dem kostenlosen Zeitraum. Entstehen die Rechnungen in einem Onlineshop oder einem eigenen Panel, ist eine Anbindung über API nötig: Allein der Versand an das KSeF umfasst 24–60 Stunden (1.100–2.750 € netto); zum Projekt kommen einmalig 12–24 Stunden für Architektur, Logging und Deployment sowie die Anbindung an das System, in dem die Rechnungen entstehen – KSeF mit einem Onlineshop liegt im Kostenrechner zum Beispiel bei ca. 2.050–5.050 € netto. Nach geltendem Recht greifen Sanktionen für Fehler im KSeF ab dem 1. Januar 2027. Ein Gesetzentwurf der polnischen Regierung soll das Inkrafttreten der Sanktionsvorschriften auf den 1. Januar 2028 verschieben; Stand 29. Oktober 2026: Der Entwurf liegt bereits dem Sejm vor (Drucksache Nr. 3245), die erste Lesung hat stattgefunden. Bis die Novelle in Kraft tritt, gelten die bisherigen Vorschriften.

Wem gehört der Code eines individuell entwickelten ERP-Systems?

Nach Abnahme aller Etappen und Bezahlung aller Rechnungen gehört das System Ihnen: Wir übertragen die vollständigen Nutzungsrechte an Code und Design, und der Code landet in Ihrem Repository. Sie zahlen weder für eine Lizenz noch pro Nutzer – Sie zahlen für die Entwicklung, die in Etappen abgerechnet wird, danach für den Server und, wenn Sie möchten, für die Betreuung: in der Regel 5–15 Stunden, also 230–690 € netto pro Monat.

Schnittstelle oder eigenes System berechnen

Wählen Sie im Kostenrechner „Systemintegration“ oder „Web-Anwendung“ und markieren Sie Systeme und Funktionen – eine ungefähre Preisspanne sehen Sie sofort, ohne Angabe Ihrer E-Mail-Adresse. Eine detaillierte Kostenschätzung mit Zeitplan erstellen wir kostenlos in 2–3 Werktagen.

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